Die im ZEIS Institut für ökologische Aufklärung erarbeiteten Lösungskonzepte zur Umkehr des zivilisatorischen Systems in der laufenden Situation einer evolutionären Sackgasse unterliegen ständigen Anpassungen. Mittlerweile haben sich aber wesentliche Eckpunkte verfestigt, was auch an einigen guten Vorschlägen im Rahmen des ZEIS Förderprogrammes lag.
Folgend sind die auf dieser Grundlage erkannten drei Hauptschritte einer geordneten „Notbremsung“ kurz zusammengefasst. Daran anschließend werden die absehbaren Wirkungen dieser drei Schritte reflektiert. Alles wird als Idealform skizziert, um so festzustellen, dass es jedenfalls theoretisch auch jetzt noch möglich wäre, die weit fortgeschrittene Situation zügig und geordnet zu entschärfen. Ob die Chancen einer hinreichenden Umsetzung vielleicht nur noch sehr gering sind, oder solche etwa erst nach einem Teilkollaps des zivilisatorischen Systems überhaupt erst realistisch werden könnten, wird dabei nicht berücksichtigt. Zuletzt gibt es noch einige wichtige Anmerkungen.
Hier also die Hauptschritte, jeweils in der angestrebten Idealform:
1. Ausbau naturwissenschaftlicher Beschreibungen der bisher unberücksichtigten physikalischen Naturgesetze in ökologischen Gefügen und Aufnahme in das Zentrum der Physik. Das gilt insbesondere für das Naturgesetz der freien Evolution und sowie die regelmäßigen Freiheitsgrade in ökologischen Gefügen. Diese müssen als neue Hauptfelder in die Mitte der empirischen Physik gerückt und dort mit oberster Priorität behandelt werden. Die Disziplinen der Biologie einschließlich der Ökologie sind dafür weniger geeignet. Sie wurden schon historisch aus der allgemein als „Königsklasse“ der Naturwissenschaften anerkannten Physik ausgeklammert, weswegen Anwendungen systematischer Beobachtung und empirischer Methodik nur unzureichend stattfinden. Zudem sind heute Teile der Biologie stark von der Agrarindustrie beeinflusst.
2. Identifizierung und Beginn des Rückbaues der aktuell schädlichsten Wirkungen der Agrarmethodik als gegen die physikalischen Naturgesetze in Ökosystemen verlaufendes Schema. Da hierzu bereits hinreichende empirische Studien vorliegen, kann die Tierhaltung bzw. die Tierhaltungsindustrie als der mit weitem Abstand größte Schadfaktor der Landwirtschaft und sogar des gesamten zivilisatorischen Systems erkannt werden.[1][2] Ein zügiger Rückbau würde insbesondere in den Industriestaaten keine Unterversorgungen oder Nährstoffmängel erzeugen, sodass hier der logische Anfang der geordneten Umkehr in der evolutionären Sackgasse liegt. Schritte zur systematischen Entschärfung der Problematiken rund um die „Nutzpflanzen“ und zu ihren tendenziellen Stabilisierungen als wesentliche Nahrungsgrundlage der Menschheit müssen parallel erfolgen.
3. Systematische Aufklärung neuer Generationen über die bisher verdrängten physikalischen Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten ökologischer Gefüge ab dem ersten Lebensjahr. Priorität hat zunächst die Vermittlung anhand der Wirbeltiere. An diesen ist die Thematik besonders leicht verständlich und zudem liegt in der Tierhaltung der größte Schadfaktor. Sowohl die Freiheit als physikalische Regelmäßigkeit in ökologischen Gefügen als auch die dagegen verlaufende widernatürliche Unterwerfung der „Nutztiere“ müssen altersgerecht, realistisch und intensiv erklärt werden. Schon ab dem ersten Lebensjahr kann dies etwa mittels Bilderbücher funktionieren. Die anschließenden Lehrpläne müssen durchweg weiter und mit oberster Priorität auf eine fortschreitende Aufklärung zu den physikalischen Ordnungen in ökologischen Gefügen ausgerichtet bleiben. Dies muss mit zunehmendem Alter auch die absehbar sehr komplexen Herausforderungen rund um die „Nutzpflanzen“ einschließen.
Und nun eine Zusammenfassung der erwartbaren Wirkungen:
Zu 1.: Durch die Aufnahme der bisher ausgeblendeten physikalischen Naturgesetze innerhalb ökologischer Gefüge in die Mitte der Physik als „Königsklasse“ der Naturwissenschaften wird es zügig zu deren starker Erweiterung kommen. Die gegenständlichen Zusammenhänge rund um die regelmäßigen Freiheitsgrade in ökologischen Gefügen und die Gesetzmäßigkeiten der freien Evolution werden dadurch ausstrahlend die Weltsicht der Menschen vergrößern und vertiefen. Dies wird sich unter anderem maßgeblich auf die Schwerpunktsetzungen in Schulen und Universitäten sowie die individuellen Verhaltensweisen der Menschen auswirken.
Zu 2.: Ein zügiger Rückbau der Produktion tierischer Nahrungsmittel wird unmittelbar weitreichende Entlastungen des irdischen Ökosystems bewirken. Aktuell werden sowohl überwiegende Anteile der globalen landwirtschaftlichen Flächen als auch die größten Mengen ausgebrachter Pestizide (Futtermittelproduktion) der Tierhaltung zugeordnet.[1][2] Bereits angelaufene Zusammenbrüche etwa der Populationen der Insekten als größte Fraktion des irdischen Tierreiches ließen sich folglich abbremsen oder gar anhalten. Zusätzlich reduzieren sich durch den Rückbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung die schädlichen Folgen der psychologischen Verdrängungsprozesse, wodurch bisher dort gebundene intellektuelle und weitere geistige Kapazitäten frei werden.
Zu 3.: Eine Aufklärung, die vorrangig auf den Ebenen der Erwachsenen ansetzt, könnte nicht hinreichend funktionieren, weil sich die unter der Verdrängung verfestigten Komponenten ihrer Weltbilder – ähnlich den Zutaten eines fertig gebackenen Kuchens – nur noch schwer korrigieren lassen. Wenn hingegen Kinder ab dem ersten Lebensjahr realistisch und mit hoher Priorität über die Zusammenhänge ökologischer Gefüge aufgeklärt werden, wird auch ein realistisches Weltbild entstehen. Es werden sich schon in den ersten Lebensjahren starke Tendenzen der Ablehnung von Nahrungsmitteln aus der Tierhaltung bilden. Zudem werden vielfältige weitere positive Veränderungen des Verhaltens entstehen. All dies wird sich durch emotionale Mechanismen (Beschützerinstinkt) auf die Ebenen der Erwachsenen übertragen. Diese Mechanismen wurden als sogenannte intergenerationelle umgekehrte Übertragung von Kindern auf Erwachsene unter anderem anhand der Schülerbewegung „Fridays for Future“ beobachtet und empirisch beschrieben.[3]
Und nun abschließend noch einige Anmerkungen:
Es wäre sehr wichtig für den Prozessschritt unter Punkt 3, dass nicht durch Erwachsene versucht wird, diesen mit ihrer Weltsicht zu beeinflussen. Würde beispielsweise versucht, den beginnenden Aufklärungsprozess neuer Generationen durch religiöse oder ethische Konzepte zu überlagern oder durch Ernährungsphilosophien wie Veganismus zu beeinflussen, käme es unweigerlich zu einer Ablenkung von dem Verständnis der aufzuklärenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten rund um die regelmäßigen Freiheitsgrade in ökologischen Gefügen und die freie Evolution. Die neuen Generationen werden durch eine nüchterne und realistische Aufklärung über die physikalischen Zusammenhänge ökologischer Gefüge ganz automatisch ein stabiles und positives Weltbild aufbauen. Ihr Verständnis vieler weltlicher Zusammenhänge wird sich schon während der Kindheit weit über das unaufgeklärter Erwachsener hinaus vergrößern und vertiefen. Sie werden dann ebenso automatisch eigene stabile und positive Entscheidungen etwa in Bezug auf ihr Konsumverhalten treffen. Dafür müssen sie nicht über die realistische Aufklärung hinaus beeinflusst oder gar indoktriniert werden.
[1] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/globale_landflaechen_biomasse_bf_klein.pdf
[2] https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/landwirtschaft-fischerei/tierhaltung-fleischkonsum/_inhalt.html
[3] ifo Institut. https://www.ifo.de/DocDL/sd-2022-05-andres-etal-fridays-for-furture.pdf